Ferienübung

Die Ferienübungen der Holzmadener Wehr stehen für Übungsszenarien die realistisch nachgestellt sind, das erlernte aus dem Lehrplan des 1. Halbjahres beinhalten, die Mannschaft fordern und als Einsatzübung ablaufen. In die Vorbereitung der ersten Ferienübung dieses Jahres sind neue Ideen für die Übungsgestaltung eingeflossen, die Klaus Bosler von seinem zweiwöchigen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal mitgebracht hat.

Die Lage stellte sich wie folgt dar: Ein LKW-Fahrer hatte auf der Fahrt einen Herzinfarkt erlitten, und kam in der Folge von seinem Fahrstreifen ab (weißer LKW). Auf der Gegenfahrbahn kollidierte er mit einem Heizöl-LKW, der nach Angabe des Fahrers 10000 Liter Heizöl geladen hat, dargestellt durch LKW mit Wassertank. Da der LKW seinen Kran nicht ganz eingefahren hatte, wurde der Heizöltank des gegnerischen Fahrzeugs aufgeschlitzt und Heizöl floss aus.

Ferienübung am 10.08.2009

Während den Löscharbeiten wurden auch die eingeklemmten Füße des LKW-Fahrer befreit, so dass der Fahrer über die Beifahrerseite in einen sicheren Bereich gebracht, und dem zwischenzeitlich eingetroffenen Notarzt übergeben werden konnte.
Das Leck am Heizöltank wurde durch die Besatzung des LF-8 mit Holzkeilen provisorisch abgedichtet, bis zum Eintreffen eines geeigneten Fahrzeugs, um das Heizöl umzupumpen.

Abschließend konnte ein guter und erfolgreicher Übungsablauf festgestellt werden, und alle waren sich einig, dass diese Lage für Holzmaden nicht unrealistisch ist. Die Übung beinhaltete eine Verkehrsunfall, Menschenrettung, Gefahrgut und Umweltschutzmaßnahmen. Die große Teilnehmerzahl an der freiwilligen Ferienübung hat einmal mehr bewiesen, dass die Übungen in der Sommerpause von den Aktiven der Wehr gerne und gut angenommen werden.

Auch für die zweite Ferienübung ist eine interessante Übungslage geplant, bei der wir wieder auf eine große Teilnehmerzahl unserer Feuerwehrfrauen und -männer hoffen.

 

 

 

Der Einsatzleiter erkannte die Gefahr, dass das auslaufende Heizöl in die Kanalisation abfliesen könnte, und lies die Einläufe mit Kanaldichtkissen abdecken. Parallel kümmerte sich ein Trupp um den unter Schock stehenden Fahrer des Heizöl-LKW. Ein weiterer Trupp kümmerte sich um den Fahrer des anderen LKW, der mit den Füßen in den Pedalen eingeklemmt, aber trotz Herzinfarkt ansprechbar war. Nachdem sich auslaufendes Heizöl an dem heißen Motor entzündete wurde der Entstehungsbrand von dem zur Brandsicherung bereitstehenden Trupp mit Schwerschaum gelöscht und um eine weitere Entzündung zu vermeiden die auslaufende Flüssigkeit mit Mittelschaum abgedeckt.